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Vortrag von Dr. Dorothea Eimert

Franz Marc, der Blaue Reiter und seine Freunde

am Mittwoch, 07. Oktober 2026 um 19:00h

im Hubert Salentin-Museum, Zülpich


Franz Marc gehört zur schöpferischen Generation von Künstlern vor dem Ersten Weltkrieg, denen der revolutionäre Schritt vom Abbild zum Sinnbild zu danken ist.
Er und seine Freunde des Blauen Reiter gerieten in den Bann neuer Erkenntnisse der Naturwissenschaften, wandten sich vom trügerischen Schein der Oberfläche ab, um die mächtigen Gesetze dahinter zu ergründen. „Der Zerfall des Atoms war meiner Seele der Zerfall der ganzen Welt gleich“, schrieb Franz Marc. Er musste erfahren, dass es keinen Stoff mehr gebe, sondern nur Kräfte, Bewegungen und Energien. Er erkannte die einigende Harmonie allen Seins, die hinter allem waltet. „Alles ist Eins“, notierte er.
Der künstlerische Ansatz des Blauen Reiter war ein philosophischer. Es ging um Transzendenz. Kunst wurde geschaffen aus innerer Notwendigkeit, aus dem pantheistischen Hineinfühlen in die Natur. Ihre philosophische Grundhaltung war es, aus dem Unsichtbaren und nicht Greifbaren, eine sichtbare Realität zu schaffen, die zwangsläufig in die Nichtgegenständlichkeit führte.
Franz Marc fiel 1916 im Krieg. Er hat uns eine Botschaft hinterlassen, die ausdrucksstark von der Harmonie alles Seienden und vom Einssein mit der Natur und allem Lebendigen spricht.
Aus der Ausstellung „Entartete Kunst“ 1937 in München entfernten die Nazis seine Gemälde, weil die Betrachter zu andächtig davor stehen blieben.

 

Dr. Dorothea Eimert

studierte Kunstgeschichte an der Universität zu Köln, wo sie 1973 mit dem Thema „Der Einfluss des Futurismus auf die deutsche Malerei“ promoviert wurde. Sie war von 1974 bis 1978 wissenschaftliche Mitarbeiterin des Leopold-Hoesch-Museums in Düren und von 1978 bis zu ihrem Ruhestand Ende 2009 dessen Direktorin. Ab 1990 war sie gleichzeitig Direktorin des Papiermuseums Düren, dessen Aufbau sie initiierte und das sie in Zusammenarbeit mit der regionalen und überregionalen Papierindustrie aufbaute.

Aus der Kombination von Kunstmuseum und technischem Papiermuseum entwickelte sie die PaperART, zu der regelmäßig internationale Künstler eingeladen wurden.

Gleich drei Kunststiftungen wurden in ihrer Zeit den Museen angegliedert – die Hubertus-Schoeller-Stiftung, die Zilcken-Stiftung und die Günther-Peill-Stiftung, mit deren Unterstützung der Erweiterungsbau des Leopold-Hoesch-Museums realisiert werden konnte. Für ihr großes Engagement für die Kulturstiftungen in Düren wurde sie 2011 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Wir bitten um verbindliche Anmeldung unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. bis zum 01.10.2026.

Der Teilnahmebeitrag von € 5,00 kann vor Ort entrichtet werden.

Einlass ist um 18:30h. Die Plätze sind leider begrenzt und werden nach Eingang der Anmeldung vergeben.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und einen inspirierenden Abend.

Kontakt

Hubert Salentin-Museum
Kölnstr. 2
53909 Zülpich

Tel.: 02252  837777 (Stiftung)
Während der Öffnungszeiten erreichen Sie uns im Museum unter Tel.: 02252 8396660
E-Mail: info@hubert-salentin-museum.de

Das Museum befindet sich an der Kinat im Kreuzungsbereich Münsterstraße / Kölnstraße.
Wir empfehlen Ihnen die Parkplätze in der Nideggener Straße (am Münstertor) oder an der Bonner Straße gegenüber dem Hotel Europa zu nutzen.

Öffnungszeiten

März bis Oktober

Samstags und mittwochs von 14:00h bis 17:00h, sonntags von 11:00h bis 17:00h

November bis Februar

Samstags und mittwochs von 13:00h bis 16:00h, sonntags von 11:00h bis 16:00h

Sonderöffnungszeiten für Gruppenführungen auf Anfrage


Veranstaltungen und Vorträge

Anfahrt

Manfred Vetter

Skulpturenpark Ulrich Rückriem

Stiftung

Manfred Vetter-Stiftung für Kunst und Kultur
Burg Langendorf
Eifelstr. 85
53909 Zülpich
Telefon 02252 / 83 77 77
Fax 02252 / 83 77 79
info@vetter-stiftung.de

Besuchen Sie auch:

www.vetter-stiftung.de

www.vetter-konzerte.de

www.otto-dill-museum.de